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Reifenspuren im Schnee Mit Rolls Royce und Nobis Jacke in Norwegen

Ein Abenteuerwochenende in Norwegen mit dem Erfinder der ultimativen Outdoorjacke – im derzeit ultimativen Rolls-Royce.
Robin Yates
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Ein Roadtrip mit Robin Yates, Gründer und CEO der Modemarke Nobis, durch die verschneite Wildnis Norwegens. Und das in einem Rolls-Royce Black Badge Cullinan – alles andere als schwarz-weiß

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Robin Yates steht mittags an einem kalten Donnerstag im Februar vor dem Osloer Flughafen – wenige Tage nach einem Anruf des Robb Report mit der Frage, ob er nicht Lust habe, den brandneuen Rolls-Royce Black Badge Cullinan in Norwegens Wildnis zu testen. Ja, habe er. Über seinem schwarzen T-Shirt trägt Yates eine Polarjacke seiner Firma Nobis, die – gefüttert mit den Daunen von 300 Enten – vermutlich mehr wärmt als ein Heizkörper auf Anschlag.

Wer ihm das erste Mal gegenübertritt, könnte glauben, Yates habe alle Enten für die Jacken selbst erlegt. Er steht breitbeinig wie ein Seemann, sein Blick geht Richtung Horizont. Er ist der Typ Mensch, den Außenstehende als Macher beschreiben würden, der in seiner Jugend lieber Eishockey spielte, als aufs College zu gehen. Und er ist jemand, der seine Firma auch mal per Mobiltelefon führt – irgendwo aus dem Nichts.

In Yates’ Gesicht spiegeln sich die unzähligen Expeditionen seiner Karriere. Er war bereits ein Dutzend Mal in der Arktis unterwegs und hat im wärmsten Modell seiner Jackenkollektion, der Condor, sogar bei minus 41 Grad im Freien übernachtet. Das erzählt er beim kurzen Begrüßungsespresso am Airport. Er redet gern, er redet schnell.

Robin Yates
Ein Kerl, den man auf dieser skurrilen und exklusiven Reise durch den Süden Norwegens gut brauchen kann. Die Passanten auf den Straßen drehen Mal ums Mal die Köpfe, wenn der pechschwarze Rolls-Royce Black Badge Cullinan an ihnen vorbeigleitet. Im Innern blättert Yates derweil unbeeindruckt als Beifahrer des Rolls-Royce in dessen ledernem Boardbook, das fast die Ausmaße einer Hermès Birkin Bag hat. Und so geht es mit Zwölfzylinder und der Achtgangautomatik, die die 600 PS im Zaum hält, Richtung Nordwesten. Vor dem Fenster: Schnee, Fjorde, Seen und bunte Häuser. Der Blick nach draußen gleicht dem Blick ins Innere eines opulenten Coffee-Table-Books zum Thema Luxusreisen im Schnee.

Der erste Stopp des Tages ist Golsfjellet. Norwegische BMW-Mitarbeiter (die Marke Rolls-Royce gehört bekanntlich den Münchner Autobauern) haben an einem zugefrorenen See ein Wintercamp aufgeschlagen. Zum Mittagessen gibt es Lachs, geräucherten Saibling und Heringstopf mit süßsauren Gurken in Mayonnaise. Auf der Eisfläche stehen mehrere BMW-Modelle bereit, unter anderem ein dunkelblauer M5 mit Spikes an den Rädern. BMW bietet hier Fahrtrainings an. Wer das entsprechende Paket bucht, kann versuchen, mit dem 625 PS starken M5 nicht (zu oft) vom eisigen Kurs abzukommen.

Der Autoliebhaber Yates würde jetzt gern in den M5 einsteigen und diesen gegen unseren schwarzen Luxusliner tauschen. Aber es bleibt beim Cullinan. Der – 2,7 Tonnen Gewicht zum Trotz – das Driften auf dem Eis souverän meistert: Eine komplizierte Traktionskontrolle – unterstützt durch Sensoren an den Achsen – sorgt dafür, dass stets alle vier Räder auf der Fahrbahn bleiben. Anders formuliert: Hier kümmert sich das Auto um den Fahrer, nicht umgekehrt. Und mit seinen zwei Turboladern kann der Wagen in Sachen Beschleunigung sogar durchaus mit den BMW-Modellen mithalten.

Fýri Resort in Hemsedal

Die lichtdurchflutete Lobby des neuen Fýri Resort in Hemsedal. Ab 300 Euro die Nacht in der Suite. fyriresort.com

Am späten Nachmittag geht es weiter in das Fýri Resort nach Hemsedal, zu dessen Mitbesitzern der zweimalige Olympiasieger und fünffache Weltmeister im alpinen Skirennlaufen Aksel Lund Svindal zählt. Das Dorf mit 48 Pistenkilometern, 21 Liften und ein paar Après-Ski-Bars ist ein klassischer Skiort. Das Hotel wiederum ist ein Gigant, ein Ensemble aus fünf Gebäuden mit 144 Zimmern, Restaurant und drei Bars. Es erinnert an das Konzept der Kette Soho House. Direkt beim Betreten wird klar, dass dies kein langweiliger Wellnesstempel ist. Ein DJ legt House-Musik auf, an der Bar tummeln sich junge Gäste aus Oslo, Stockholm und London. Yates ist keiner, der auf solchen Reisen früh ins Bett geht. Sein Lächeln kündigt an, dass dies eine kurze Nacht wird.

Der nächste Morgen offenbart den Vorteil eines Rolls-Royce: Jedes Hotel der Welt platziert so ein Auto sehr gern am Haupteingang, der Black Badge Cullinan steht bereit. Heute geht es über einen Bergpass via Fagernes in Richtung Beitostølen, das noch etwas weiter im Norden liegt. Yates betätigt den Heizknopf für Sitz, Lenkrad und Mittelarmlehne und genießt fahrend den Ausblick.

Der Rolls-Royce Black Badge Cullinan vor dem Hotel Herangtunet

Der Rolls-Royce Black Badge Cullinan vor dem Hotel Herangtunet.

Am frühen Abend kommt schließlich das charmante Herangtunet Boutique Hotel in Sichtweite. Marie-José und Marco Robeerst, die aus den Niederlanden stammen, haben sich hier in der Wildnis ihren Traum vom eigenen Chaletdorf erfüllt. Robin Yates ist begeistert von dem Konzept, erzählt sofort und mitreißend von seinem eigenen Cottage im Norden Torontos. Manchmal, wenn der See dort zugefroren ist, so Yates, schlage er ein Loch hinein, um für eine Minute darin zu baden. Danach wickele er sich in seine Daunenjacke und sei ein glücklicher Mensch. Für den Abend wünscht Yates sich nichts lieber, als mit dem Hausherrn im Freien zu grillen. Outdoor ist seine persönliche Passion.

Auch Robeerst lebt seinen Traum. Einst war er Art Director einer Werbeagentur, tauschte den Job aber vor elf Jahren gegen Hotellerie in der Wildnis ein. Dort fand er sein Glück mit ganz einfachen Dingen: indem er mit den Gästen oder der Familie regelmäßig ein Feuer in der Natur genießt. Oder von Hunden gezogen auf einem Holzschlitten durch die Weite des Landes zieht. Demnächst macht er das dann vermutlich in einer Nobis-Jacke, die Yates ihm am nächsten Vormittag als Abschiedsgeschenk überreicht. „Für die nächsten Minusgrade“, lächelt Yates. Das Modell ist wie alle von Nobis für die Arktis gedacht, wird aber hauptsächlich in Metropolen von New York bis Seoul gekauft. Dann fällt die Tür des Rolls-Royce Black Badge Cullinan ins Schloss, und es geht zurück zum Airport.

Hat sich die Reise gelohnt, Herr Yates? In jedem Fall, sagt er, er komme wieder. Das nächste Mal dann mit seiner Frau und den zwei Jungs – und anstelle von Hotels wird es dann aber eher das Himmelszelt. Eben für jeden was.

„Ich möchte die Freiheit haben, das zu tun, was ich will und wann ich es will.“

Sie waren bis 2006 Vizepräsident von Canada Goose. Dann verließen Sie das Unternehmen. Was waren Ihre Gründe?

Ich war davon überzeugt, dass es einen anderen Weg gibt, moderne Outdoorbekleidung herzustellen. Und hatte das Gefühl, dass ich dafür wieder bei null anfangen muss. Ich wollte eine Modemarke schaffen, die meine eigenen Erwartungen übertrifft. Und Nobis ist die Marke, die das tut.

Was war die größte Herausforderung?

Ein Geschäftsmodell zu entwickeln, bei dem wir einerseits ein Produkt mit den besten Materialien haben, dieses aber andererseits trotzdem zu einem vernünftigen Preis anbieten können. Im Vergleich zu unseren Branchenkonkurrenten investieren wir deutlich mehr in das Produkt selbst. Nach 13 Jahren kann ich mich heute aber hinstellen und feststellen, dass wir eine der wenigen Marken sind, die in ihrer gesamten Produktpalette ausschließlich weiße Entendaunen kanadischen Ursprungs verwenden.

Sie haben großes Vertrauen in Ihr Produkt und schlafen manchmal sogar bei eisigen Temperaturen im Freien ...

Ich bin eben ein Naturfreak. Klar, normalerweise schlafen wir in Zelten, aber gelegentlich auch in einer Nobis-Condor-Jacke. Die wurde für solche Situationen entworfen. Natürlich habe ich dazu spezielle Hosen und Stiefel an, die für Arktis-Expeditionen hergestellt werden. Nobis ist – wie gesagt – auch Teil meiner eigenen Ansprüche. Ich möchte die Freiheit haben, das zu tun, was ich will und wann ich es will. Sei es in der Stadt oder in den entlegensten Gebieten von Kanadas Wildnis.

Wie viele Jacken haben Sie in Ihrem ersten Jahr verkauft?

Knapp unter 1000. Wir mussten erst mühsam das Vertrauen der Händler erobern. Was uns half, war die sehr klare Positionierung der Marke. Man weiß sofort, wofür Nobis steht.

Ist Nobis mittlerweile eine Erfolgsstory?

Ja. Wir verkaufen weit über 100 000 Stück pro Jahr und sind in über 40 Ländern aktiv. Die größten Märkte sind die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und Südkorea. Unsere Einzelhändler sind sehr zufrieden, sie haben viel Vertrauen zu uns, weil wir die Produktqualität an die erste Stelle setzen. Das hilft.

Text von Robert Kittel

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